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Kirche

Neuer Arbeitsort für Weltverbesserer

Die Reformierte Kirche Kanton Zürich bietet neu Büro-Arbeitsplätze zum Mieten an. Maximal zwanzig Personen können im Raum «Blau10» arbeiten. Sie müssen aber bestimmte Kriterien erfüllen.

Arbeitsplätze zu teilen, liegt im Trend. Als «Coworking-Space» oder «Shared-Office» werden Orte bezeichnet, in denen sich verschiedene Personen ein Büro teilen, ohne dabei bei der gleichen Firma angestellt zu sein. Auch die Reformierte Kirche des Kantons Zürich bietet neu einen solchen Raum an.

«Blau10» nennt sich der «Coworking-Space», der an guter Lage in der Zürcher Altstadt an der Blaufahnenstrasse 10 künftig bis zu zwanzig Personen von Montag bis Freitag Platz zum Arbeiten bieten soll.

Mehr Kontakt zur Basis
«Wir von der Kirchenentwicklung möchten, dass Mitarbeitende und Freiwillige aus den Kirchgemeinden einen Ort haben, wo sie sich mit Leuten aus anderen Gemeinden und Fachgebieten vernetzen können», sagt Anne-Marie Helbling, Pfarrerin und Projektleiterin des «Coworking-Space» der Reformierten Kirche Zürich. Helbling hofft, dass so der Kontakt zur Kirchenbasis enger wird. «Menschen bei ihren innovativen Projekten zu unterstützen, gehört wesentlich zu unseren Aufgaben. Vom Austausch können beide Seiten enorm profitieren.»

Die Idee zu «Blau10» sei 2015 im Rahmen der Umstrukturierung der Abteilung Kirchenentwicklung entstanden. «Wir sind damals an die Blaufahnenstrasse gezogen. Der Eingangsbereich der neuen Büros war dunkel», sagt Helbling. Deshalb habe man daraus einen einladenden Begegnungsraum machen wollen.

Arbeitsplatz mit Lounge
Doch nicht jeder wird im «Blau10» arbeiten können. «Es sind alle willkommen, die im sozialen Bereich tätig sind, ob innerhalb oder ausserhalb der Kirche», sagt Helbling. «Wir haben sie auf unserer Website etwas selbstironisch ‹Weltverbesserer› genannt». Wer einen Arbeitsplatz will, der muss sich bewerben. «Wir möchten schon, dass sich eine Community bilden kann. Dafür wollen wir die passenden Personen auswählen.»

Im ersten Jahr wird die Miete für den Arbeitsplatz 120 Franken betragen. Studenten zahlen 60 Franken. Dies ist laut Helbing ein Einstiegspreis. «Je nachdem, wie gross die Nachfrage ist und wie sich das Projekt entwickelt, kann sich das später ändern.» Dafür kann neben dem eigentlichen Arbeitsplatz auch eine Lounge mit Sofa und Sessel sowie eine Kaffeebar benutzt werden. Für Kaffee und Snacks stehe ein Kässeli bereit. Gratis dürften die Co-Worker dafür eine kleine Bibliothek mit den neusten Büchern zu Kirchenentwicklungsthemen benützen.

Andreas Bättig / ref.ch / 16. März 2017

Dieser Artikel stammt aus der Online-Kooperation von «reformiert.», «Interkantonaler Kirchenbote» und «ref.ch».


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