Für Muslime der Schweiz beginnt der Fastenmonat Ramadan in diesem Jahr am 1. März und endet am Samstagabend des 29. März. Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam. Der Monat Ramadan, der neunte im islamischen Mondjahr, wandert durch das Kalenderjahr. Er beginnt und endet, wenn die Mondsichel nach Neumond erstmals wieder sichtbar ist. Der Beginn kann von Land zu Land unterschiedlich sein.
Gewisse Länder wie etwa die Türkei warten nicht die optische Sichtbarkeit des Neumonds ab, sondern stützen sich auf die mathematische Berechnung. In jenen Ländern beginnt der Ramadan fix am Samstag, 1. März. In Saudi-Arabien und vielen anderen arabischen Ländern wird auf die Sichtung der Mondsichel gewartet. Dieses Jahr wird am Abend des 28. Februar nach dem Neumond Ausschau gehalten. Gemäss Kalender muss der Ramadan entweder am darauffolgenden Tag oder bei gescheiterter Sichtung am 2. März spätestens beginnen.
Im Ramadan sind die Gläubigen aufgerufen, täglich von Beginn der Morgendämmerung bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Befreit vom Fasten sind Alte und Kranke, Kinder, Schwangere und Reisende sowie Soldaten im Krieg.
Der Ramadan ist auch der Monat der guten Taten und der Läuterung von Körper und Seele. Mitmenschlichkeit und Versöhnung stehen im Mittelpunkt, die Gläubigen entrichten die Armensteuer Zakat oder unterstützen Bedürftige. Höhepunkt ist im letzten Drittel des Fastenmonats die «Lailat al-Qadr», die «Nacht der Bestimmung», in der nach der Überlieferung dem Propheten Mohammed erstmals Verse des Korans offenbart wurden. Viele Muslime beten dann die ganze Nacht durch, da sie auf Vergebung ihrer Sünden hoffen. An den Ramadan schliesst sich das Fest des Fastenbrechens an, das äusserlich dem christlichen Weihnachtsfest ähnelt. Die meisten Religionen kennen Fastenzeiten. Christen fasten von Aschermittwoch bis Ostern.
Beginn des Fastenmonats Ramadan